Zum Tod von Roger Willemsen

Zum Tod von Roger Willemsen habe ich heute den einen und anderen schönen und/oder berührenden Text gelesen:

Sascha Lobo auf Facebook:

Roger Willemsen war ein Anti-Zyniker, jemand, der Wissen und Gefühl in der Medienöffentlichkeit verbinden konnte, man könnte auch sagen: Bildung und Herzensbildung.

Lukas Heinser auf seinem Blog:

 Ich weiß, dass Krebs der „größte Wichser im ganzen Land“ (Thees Uhlmann) ist, aber aus der Ferne hatte ich einfach gehofft, dass Roger Willemsen das überstehen werde.

Die taz mit einem schönen Nachruf in Willemsen-Style:

Willemsen war ein Idol der bildungsbürgerlichen Kreise, er schaffte es, diesen das Gefühl zu geben, Fernsehen könne ein Medium des gehobenen Anspruchs und des guten Geschmacks sein.

Tilmann Spreckelsen in der FAZ:

Wer ihn im Fernsehen erlebte, als Moderator von Talkformaten wie „0137“, „Willemsens Woche“ oder auch „Aspekte“, wie er, manchmal mit gespielter Unbeholfenheit, aus der urplötzlich ein rhetorischer Funkenschlag erwachsen konnte, sich und die von ihm Befragten tatsächlich auf Neuland führen konnte, der musste den Eindruck gewinnen, dass hier ein Intellektueller mit jedem Satz den Nachweis erbringen wollte, dass eine Diskussion eben nicht um ihrer selbst willen da sei und folgenlos bleiben müsse.

Matthias Kalle auf zeit.de:

Denn das war eine der großen Künste von Roger Willemsen: mit dem Ernsten zu unterhalten und das Unterhaltende ernst zu nehmen.

Das Beste zum Schluss. Nils Minkmar über seinen ehemaligen Chef bei „Willemsens Woche“ auf Spon:

Dieses lästernde, lüsterne, kiffende, krähende Genie ist unersetzlich. Wir werden ganz schön arbeiten, ja kämpfen müssen, um ohne ihn nicht in einer Republik von Spießern zu enden.

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