Archiv des Autors: Marc

Automatischer Eskapismus

Seit ein paar Wochen/Monaten merke ich, wie ich mich durch die tägliche Nachrichtenlage immer mehr in Parellelwelten flüchte. Und das nicht bewusst. Auf einmal beschäftige ich mich wieder mit DSA5 und habe mir die Basisbox von D&D gekauft, obwohl ich seit knapp 20 Jahren keine Spielgruppe habe. Außerdem habe ich angefangen beim Pbem Myra mitzuspielen und habe dort ein Reich übernommen. Heute gipfelte es in den Kauf von Gloomhaven, das uns Monate oder Jahre beschäftigen wird.
Ist das bei euch auch so? Investiert ihr, ebenso wie ich, auf einmal Zeit in Dinge, die euch ablenken?

Ich mache jetzt Let’s plays

Seit vielen, vielen Jahren schaue ich mir gerne Let’s plays an. Ich mag das Format sehr und habe bestimmt schon hunderte Stunden anderen beim Zocken zugeschaut.

Irgendwann ist dann bei mir der Wunsch entstanden, auch eigene Let’s plays aufzunehmen. In meinem Youtube-Account finden sich Probeaufnahmen, die mittlerweile fast zehn Jahre alt sind. Gehindert daran hat mich mein damals sehr schwacher PC, ein fehlendes Mikrofon und anständige Software zum Aufnehmen des Gameplays.

Außer der Sache mit dem Mikrofon, haben sich im Laufe der Zeit einige Dinge geändert. Mein aktueller Rechner ist etwas leistungsfähiger und zum Aufnehmen gibt es OBS Studio (https://obsproject.com).

Vor etwa zwei Wochen hat es mich wieder einmal gepackt und ich zeichnete eine weitere Probefolge auf – und dann noch eine. „Das schwarze Auge: Drakensang„. Jeweils etwa 30 Minuten lang. Als ich die mir am nächsten Tag nochmal anschaute, dachte ich mir „Wtf, warum eigentlich nicht“? und veröffentlichte die beiden Aufnahmen bei Youtube:

Irgendwie hatte ich Blut geleckt und nahm noch am selben Tag sieben weitere Folgen auf. Und bestellte ein Mikrofon. Mittlerweile habe ich 17 Folgen veröffentlicht (jeden Tag eine) und bis Folge 28 vorproduziert.

In erster Linie erstelle ich die Let’s plays für mich und nicht für die Klicks. Ich möchte mich dadurch unter Druck setzen, das Spiel endlich einmal bis zum Ende zu spielen. Außerdem habe ich den Eindruck das ich mich mit dem Spiel intensiver befasse. Ich rushe nicht einfach durch, sondern nehme mir Zeit. Muss ich auch, da Drakensang nicht voll vertont ist und ich ca. 95% aller Texte laut vorlesen muss. Bislang macht es riesigen Spaß und ich freue mich jetzt schon auf meine nächste Aufnahmesession.

Auch im Fediverse habe ich mir auf einer Peertubeinstanz einen Kanal erstellt. Auf https://video-cave-v2.de/c/marcs_gamecave veröffentliche ich das Let’s play ebenfalls.

Nextcloud Android-App: Keine Verbindung zum Server

Seit Ende November mehren sich im Google Playstore die Beschwerden, das die Nextcloud Android-App als Fehler „Keine Verbindung zum Server“ anzeigt.

Ich hoste drei Nextclouds, die ich alle mit der App verbunden habe. Nur bei einer einer tauchte die Fehlermeldung auf. Und auf dieser Nextcloud beinhaltete mein Nutzername ein Leerzeichen. Als ich auf der betroffenen Nextcloud einen neuen Test-Nutzer ohne Leerzeichen angelegt habe, tauchte die Fehlermeldung nicht mehr auf.

Ich gehe davon aus, das die Nextcloud-App seit einem der letzten Updates nicht mehr mit Leerzeichen im Benutzernamen umgehen kann – davor funktionierte es.

Klar, Leerzeichen in Nutzernamen führen aus diversen Gründen oft zu Problemen (z.B. Federated-Cloud-ID: max mustermann@testcloud.de – wie soll das funktionieren ;-) ), allerdings hätte Nextcloud das Problem mit der Veröffentlichung der aktuellen Version es auch mal erwähnen können.

Meine digitale Souveränität

Vor den Snowden-Enthüllungen war ich ein ziemlicher Google-Fanboy. Der NSA-Skandal hat meine Einstellung zu den großen Diensteanbietern stark verändert und mich kritischer werden lassen. Seitdem versuche ich soviel Daten wie möglich zuhause zu lassen.

Dinge, die ich selber hoste:

  • ttrss – Feedreader
  • Gitea
  • Prosody – XMPP-Server
  • Mediawiki
  • Friendica
  • Nextcloud

Damit ist mein Raspberry 4 schon gut beschäftigt. Das einzige was ich dort noch hosten möchte, ist ein Mailserver, der meine Mails aus dem regulären Postfach abholt und speichert.

Auf einen gemieteten Server laufen folgende Dienste:

  • 2x Hubzilla (1x produktiv, 1x Testinstanz)
  • Friendica (Testinstanz)
  • Minetest
  • Nextcloud (Testinstanz)

Meinen Account auf Whatsapp habe ich Anfang des Jahres gelöscht und nutze Threema, Signal und meinen XMPP-Server. Auf meinem Android Smartphone läuft seit kurzem Netguard.

Meine Nutzung des Internets hat sich auch verändert. Als Suchmaschine nutze ich DuckDuckGo. Die großen sozialen Netzwerke verwende ich kaum noch und bin fast ausschließlich im Fediverse (hier noch ein toller Artikel von Kuketz dazu) unterwegs. Außerdem nutze ich auf allen Endgeräten verstärkt Tor.

Im Großen und Ganzen finde ich, das ich damit schon einiges für meine digitale Souveränität getan habe. Außerdem hat das Einrichten der Dienste und die Wartung der Server dafür gesorgt, dass ich in den letzten Jahren sehr viel über Server, Netzwerke und Linux gelernt habe.

Noch offen ist der oben erwähnte Mailserver und die Anschaffung eines googlefreien Smartphones, sowie ein paar Kleinigkeiten wie z.B. Pi-hole etc.

Minetest: Spawnrate in „Mods Redo“ erhöhen

Tagelang habe ich in Minetest versucht die Spawnrate der Tiere des Mods „Mobs Redo“ zu erhöhen. In den Einstellungen habe ich mit „Mob chance multiplier“ herumgespielt – ohne Erfolg. Heute Morgen habe ich mich durch den Thread im Minetest-Forum gelesen und die für mich passende Lösung gefunden. Statt den Multiplier immer weiter hoch zu schrauben, habe ich ihn auf 0.01 gestellt. Jetzt spawnen die Tiere so, wie ich es mag.

Minetest

Vor ein paar Tagen habe ich Minetest endeckt. Dabei handelt es sich um einen Open-Source Minecraft-Clone.

Das Grundspiel Minetest ist sehr einfach gehalten. Es gibt z.B. keine Monster, Redstone usw. Das Unterspiel Mineclone2 versucht Minecraft aber sehr nahe zu kommen und schafft das auch ganz gut.

Durch zahllose Mods kann außerdem eine Vielzahl an weiteren Funktionen hinzugefügt werden. Und da liegt für mich der Reiz. Seit Tagen bin ich dabei verschiedene Mods auszuprobieren, um das für mich perfekte Spiel zusammenzumodden.

Schön finde ich auch, das man sich keine Modsammlung installieren muss, wenn man auf einem Multiplayerserver spielen möchte. Beim Einloggen liefert der Server dem Client alle nötigen Mods aus.

Hier ein paar Bilder:

Ubuntu Mate 20.04.2 (64 Bit) auf einen Raspberry Pi 400 installieren

Ich hatte neulich richtig Spass Ubuntu Mate 20.04.2 auf einen Raspberry Pi 400 zu installieren. Kurz gesagt: es geht nicht – zumindest nicht die 64 Bit Version.

Nachdem ich das Image auf eine SD-Karte geschrieben habe, bootete der Pi einfach nicht und schaltete sich ab. Ich habe alles ausprobiert: alte und neue Version vom Bootloader, Image neu aufspielen, andere SD-Karte etc. Nichts. Ich habe dann jetzt erstmal 20.10 installiert und hoffe, das 21.04 irgendwann bald für den Raspi erscheint.

Im Mate-Forum hat ein User das selbe Problem – allerdings gibt es noch keine Antwort auf seine Frage.

Arch Linux jetzt einfach installieren

Oha! Die offizielle Arch Linux Iso kommt jetzt mit der neuen Version 20.04.01 mit einem Installationstool.

Ich habe Arch auf verschiedenen Maschinen so oft installiert, das ich es aus den Kopf konnte. Die manuelle Installation auf eine kranke Art und Weise auch Spaß gemacht. ;-)

Quelle: archlinux.org

Weite Infos: https://fryboyter.de/installationsmedium-von-arch-linux-nun-mit-installationstool/

Alles neu macht der Frühling

In den letzten Tagen/Wochen habe ich mir Gedanken über dieses Blog gemacht und war kurz davor es einzustampfen, weil ich es nur noch als meine „Meinungsmüllhalde“ empfunden habe.

In den letzten Jahren habe ich hier sporadisch immer mal wieder alles mögliche ungefiltert abgeladen. Die Mehrzahl der letzten Posts müssten Verlinkungen zu Tweets gewesen sein, wenn ich das richtig überblicke. Irgendwie kam hier alles rein, also von Politik über Sport bis „Nerdkram“. Das möchte ich nicht mehr. Ich möchte dieses Blog fokussieren und mehr in Richtung „Nerdkram“ und „technische Notizen an mich selbst in der Hoffnung, dass sie anderen helfen“ ausrichten. Also weniger bzw. keine Politik etc. und mehr Technik.

Den ganzen anderen Kram lade ich ab sofort auf meiner Fediverse-Instanz auf https://cave.mancave.de/profile/marc ab.

Außerdem habe ich Matomo Analytics installiert. In der Datenschutzerklärung kann man Opt-outen, wenn man nicht ohnehin schon im Browser das Tracking abgeschaltet hat. Das die erfassten IPs anonymisiert werden, versteht sich von selbst.

Den überlangen Cookie-Hinweis werde ich in den nächsten Tagen/Wochen noch anpassen.

Derzeit bin ich noch auf der Suche nach einem mir gefälligen Theme.